Obwohl unsere Hände, neben unserem Gesicht, die am häufigsten exponierte Stellen sind, sind sie vom Körper nicht immer ideal geschützt. Die Haut ist hier besonders dünn und verfügt nur über wenige Talgdrüsen. Heizungsluft, Kälte, Schadstoffe und Klimaanlage fordern daher ihren Tribut. Das merken wir vor allem dann, wenn unsere schützende Talgschicht plötzlich nicht mehr intakt ist. Ein weiterer Hauptgrund für trockene Hände ist übrigens eine ganz alltägliche Tätigkeit: Händewaschen.

Wasserscheu

Hände waschen

Es klingt paradox: Wasser sorgt für Feuchtigkeitsverlust in der Haut. Händewaschen ist daher eigentlich sehr kontraproduktiv. Leider ist das regelmäßige Reinigen jedoch sehr wichtig, da Viren und Bakterien in dieser Jahreszeit gerne ihr Unwesen treiben. Nur durch das regelmäßige Händewaschen können wir die Gefahr einer Tröpfcheninfektion konstant gering halten.

Das Wasser, vor allem heißes, lässt die Haut jedoch aufquellen und ebnet somit den Weg für Schadstoffe. Zudem entfernt Seife nicht nur Schmutz, sondern greift auch den natürlichen Säureschutzmantel an. Besonders gefährlich sind Spülmittel: Sie haben hat die Aufgabe Fett zu lösen - woher das Fett stammt, vom Braten- oder Haut, macht dabei leider keinen Unterschied. Alle Fette werden von starken Tensiden gelöst und ausgeschwemmt. Doch es gibt eine unkomplizierte Lösung: Seife tauschen, und zwar sofort!

Hautfreundliche Seifen sind im Kampf gegen beanspruchte Hände bereits die halbe Miete. Sie sind auf den PH-Wert der Haut ausgerichtet und greifen daher den natürlichen Säureschutzmantel nicht an. Achten Sie einfach beim Kauf auf den Zusatz „PH 5.5“, damit liegen Sie richtig. Unabdinglich sind auch pflegende Inhaltsstoffe, wie Aloe Vera und rückfettende Substanzen. Die bi good "Sensitive Pflegeseife" ist sogar gegen gerötete und trockene Haut entwickelt worden und pflegt zusätzlich mit Kugelblume-Extrakt.

Übrigens: Bei schönen Händen spielen natürlich auch Nägel eine tragende Rolle - so kommen Sie Step-by-Step zu gepflegten Nägeln.

Fett oder Feuchtigkeit?

Handpflege Seifen Cremes

Diverse Cremehersteller werben mit feuchtigkeitsspendenden ODER fettenden Handcremen. Da kommt natürlich Verwirrung auf! Die Frage ist nämlich nicht: Entweder ... Oder? (Wobei im Zweifel immer Fett, das Feuchtigkeit bindet, den Vorrang gegeben werden sollte.) Die perfekte Handcreme bietet nämlich eine gute Mischung aus beiden Substanzen. Die Frage, die wir uns stellen sollten, ist: Woher kommen Fett und Feuchtigkeit?

Billig hergestellte Paraffine, die aus Erdöl gewonnen werden, sorgen langfristig zur noch stärkeren Austrocknung. Silikonöle beispielsweise sorgen für ein samtweiches, glattes Gefühl. Sie legen sich nämlich wie ein Schleier über die Haut. Ein Trugschluß: Die Haut fühlt sich wunderbar an, wird aber weder mit wertvollen Wirkstoffen versorgt, noch vermag sie es Feuchtigkeit aus der Umgebung zu ziehen, da das Silikon eine undurchlässige Barriere bildet. Unter ihr wird die Haut noch trockener. Wir cremen also nach dem Waschen sofort wieder nach - ein Teufelskreis entsteht. Anders ist das bei hochwertigen Pflanzenölen, die idealerweise noch mit Heilkräutern angereichert sind. Sie nähren die Haut in der Tiefe und helfen bei der Selbstregeneration. Nachtkerzenöl ist beispielsweise eine wahre Wohltat für strapazierte Hände. Der hohe Anteil an Linolsäuren und Vitamin E hilft Wunder bei Trockenheit, Juckreiz, Spannungsgefühl und Entzündungen.

Unser Tipp: Das "SOS-Balsam" von Lavera mit Bio-Macadamianussöl und wertvoller Bio-Karitè-Butter.

Feuchtigkeit wird am besten aus Substanzen der Milch gewonnen. Milchfette und Milchsäure (Tipp: Eveline Bio Ziegenmilch Handcreme) bieten hierbei ein unschlagbares Team. Auch Urea, ein synthetisch gewonnener Harnstoff, speichert Feuchtigkeit in die Haut ein und sorgt somit rasch für eine Linderung der Probleme. Wer bereits vorbeugend etwas bewirken möchte, greift am besten zu Handcremen mit Wachsen. Sie legen sich schützend über die Haut und bewahren ihr natürliches Fett-Feuchtigkeitsgemisch.

Wenn Sie in der kalten Jahreszeit generell mit trockener Haut zu kämpfen haben, haben wir hilfreiche Tipps für Pflege im Winter sowie erste Hilfe für trockene Haut.

S.S.

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